Den meisten Leuten ist heute  nicht mehr bewußt, was für eine Bedeutung die Feiertage haben.

Hier nun eine kurze Erläuterung zu den einzelnen Feiertagen.

 

Neujahr
In der Religionsgeschichte dienen rituelle und magische Handlungen dazu,

die Krise zwischen dem alten und dem Anfang des neuen Jahres zu überwinden.

Maskenumzüge und lärmende Feiern galten der Vertreibung böser Mächte.

Im Christentum wird Neujahr seit dem 6. Jahrhundert gefeiert.



Heilige Drei Könige
Die heiligen drei Könige sind nach einer Erzählung des neuen Testaments die drei Weisen aus dem Morgenland.

Dem Stern über Bethlehem folgend sind sie aus dem Morgenland gekommen um dem neugeborenen Jesuskind zu huldigen und ihm Gold,

Weihrauch und Myrrhe zu schenken.

Im 5. Jahr-hundert erst wurden die Weisen zu Königen und erst im 9. Jahrhundert gab man ihnen die Namen Caspar, Melchior und Balthasar.

Die katholischen Christen feiern das Dreikönigsfest zur Erinnerung an den Stall zu Bethlehem.

Karfreitag
Dieser Feiertag wird vor dem Ostersonntag begangen.

Er soll an das Leiden und die Kreuzigung Christi erinnern.

Nach christlichem Glauben ist die Menschheit an diesem Tag,

durch das Opfer des Todes Christi am Kreuz,

von ihren Sünden erlöst worden.

Karfreitag gilt in den evangelischen Kirchen als der höchste Feiertag.

Ostersonntag
Am Abend des Karsamstags oder in der Nacht zum Ostersonntag wird dann der Auferstehung Christi gedacht.

Maria von Magdala kam frühmorgens zum Grabe Jesus und entdeckte,

daß der Stein vom Grab weggenommen war.

Gewisse Zeit später erschien Jesus ihr und berichtete ihr, daß er in den Himmel auffahren werde.


Ostermontag
Der Ostermontag hat keine spezielle Bedeutung.

Die katholische Kirche hat ihn eingeführt, um die wichtige Bedeutung des Osterfestes hervorzuheben.


Tag der Arbeit/ Maifeiertag
Die Maifeiern waren vielfach durch den feierlichen Viehaustrieb,

Maibäume und anderen Schmuck,

Spiele und Umzüge gekennzeichnet.

Jüngere Traditionen, wie zum Beispiel der Erste Mai, haben diesen Termin beibehalten.

Heute ist der Erste Mai der internationale Feiertag der Arbeit.

Er ist seit 1890 als Feiertag anzusehen und geht zurück auf einen Beschluß der American Federation of Labor.

Christi Himmelfahrt
Das Fest der Himmelfahrt Christi wird am 40. Tag nach Ostern gefeiert.

Die Auffahrt und Erhöhung Jesu Christi in den Himmel wird an diesem Tag gefeiert.



Pfingstsonntag, Pfingstmontag
Pfingsten, daß 50 Tage nach der Auferstehung Jesu gefeiert wird,

bildet den Schluß der Osterzeit.

Der heilige Geist fuhr auf die Jünger nieder und gibt ihnen den Auftrag,

die frohe Botschaft zu verkünden.

Dieser Tag gilt auch der Gründung der Kirche.

Erstmals genannt wird er um 130 nach Christi.


Fronleichnam
Dieses hohe katholische Fest wurde 1246 aufgrund einer Vision der Nonne Juliana von Lüttich einge-führt.

Der ursprüngliche lateinische Ausdruck lautet "festum sanctissimi corporis Christi",

was so viel bedeutet wie Fest des heiligen Leibes Christi.

Juliana von Lüttich habe beim Beten einen dunklen Fleck im Mond gesehen.

Christus habe ihr erklärt, der dunkle Fleck sei das Fehlen des Festes zum heiligen Altarsakrament.

Papst Urban IV legte 1264 fest, daß das Fest in der ganzen Kirche zu feiern sei.


Mariä Himmelfahrt
Nach katholischer Lehre ist Maria, die Mutter Jesu, an diesem Tag in den Himmel aufgenommen worden.

 

Tag der Deutschen Einheit
Dieser Tag ist erst seit 1990 gesetzlicher Feiertag.

Er dient zum Gedenken an den 3. Oktober als die ehemalige DDR der BRD beigetreten ist.


Reformationstag
Die Reformation, ausgelöst durch Martin Luther,

führte an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit zu einer Auseinandersetzung mit der Leitung der Kirche

und zum Ende der kirchlichen und politischen Einheit der Abendlandes.

Die Reformation begann am 31. Oktober 1517 mit Luthers Veröffentlichung von 95 Thesen gegen den Ablaßhandel.

Das Reformationsfest wird von den evangelischen Kirchen seit dem 18. Jahrhundert an jedem 31. Oktober gefeiert.

Sie würdigen damit den Thesenanschlag Luthers und die gesamte Reformation.

 

Allerheiligen
Dies ist der Tag,

der von der römisch-katholischen Kirche zum Gedenken an die im Glauben Verstorbenen bestimmt ist.

Das Fest soll angeblich seinen Ursprung in dem Lemurenfeste der alten Römer gehabt haben.

(Lemuren = Seelen der Abgeschiedenen) Primär war Allerheiligen ein durch und durch heidnisches Fest,

aber mit der Unterwerfung der Kelten,

wurde es durch einen diplomatischen Schachzug der Kirche übernommen.


Volkstrauertag
Der Volkstrauertag ist stets der vorletzte Sonntag vor dem ersten Advent.

Seit 1952 wird er in Deutschland zum Gedenken an die Gefallenen aus beiden Weltkriegen und der Opfer des Nationalsozialismus gefeiert.


Buß- und Bettag
Dieser Tag wird am vorletzten Mittwoch des Kirchenjahres von den deutschen evangelischen Kirchen zur Besinnung gefeiert.


Totensonntag
Hier handelt es sich um den letzten Sonntag im Kirchenjahr.

Später wurde dieser Tag auch Ewigkeitssonntag genannt. Dieser Tag ist der Gedenktag für die Toten.


Heiligabend
In Deutschland feiern wir die Geburt Jesu,

nicht wie viele andere Länder am 25., sondern am 24. Geht man davon aus,

daß bei den Juden ein Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dauerte,

feiern jedoch alle Länder Christus Geburt an dem selben Tag.

Der Abend des 24. und der Morgen des 25. sind so folglich ein- und derselbe Tag.


1. Weihnachtstag
Der erste Weihnachtstag ist der eigentliche Tag der Geburt Jesu Christi.

Jesus wurde zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren.

Erst seit dem Jahre 354 wird er am 25. gefeiert. Ursprünglich wurde die Geburt Jesu Christi am 6. Januar gefeiert.

Mit der Verlegung wurde die an dem Tag begangene Kultfeier des römischen Reichsgottes "Sol invictus" verdrängt.

Verdeutlicht werden sollte, daß nicht der heidnische Sonnengott sonder Jesus Christi das Licht der Welt sei.


2. Weihnachtstag
Der zweite Weihnachtstag hat, ähnlich wie der Ostermontag, keine spezielle Bedeutung.

Er ist auch lediglich an die Feiertage angehängt worden, um die Bedeutung Weihnachtens hervorzuheben.


Silvester
Silvester ist nach dem Tagesheiligen dem Papst Silvester benannt.

Es ist stets der letzte Tag im Jahr, nämlich der 31.12.

Dies läuft darauf zurück, daß der Papst Silvester am 31. 12. 335 in Rom starb.

 

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